Ein Burgunderbraten ist mehr als nur ein klassischer Rinderbraten – er ist ein echtes Schmorgericht mit französischem Einfluss und tiefem Geschmack. Das Geheimnis liegt in der langen Marinierzeit in trockenem Rotwein, aromatischen Gewürzen und der schonenden Zubereitung. In diesem Rezept zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du den Burgunderbraten nach Omas Art zubereitest – mit zartem Fleisch, kräftiger Sauce und perfekt passenden Beilagen.

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Warum dieses Burgunderbraten-Rezept besonders gut gelingt
Der besondere Reiz dieses Rezepts liegt in der Kombination aus Tradition und Tiefe: Die Marinade mit Rotwein, Lorbeer, Nelke und eingelegtem grünem Pfeffer sorgt für ein intensives Aroma, das tief ins Fleisch einzieht. Durch das langsame Schmoren im Bräter bleibt der Braten herrlich saftig und entwickelt eine komplexe, vollmundige Sauce, die mit wenigen Handgriffen gebunden werden kann.
Es ist ein Essen, das Zeit braucht – aber du wirst mit einem Geschmack belohnt, der sich nicht hetzen lässt. Ich erinnere mich noch gut an den Duft, der stundenlang durchs Haus zog, wenn meine Großmutter den Braten für den Sonntagsbesuch vorbereitete.
Diese Küchenhelfer brauchst du
- Großer Bräter mit Deckel
- Großes Sieb
- Scharfes Messer
- Schneidebrett
- Küchenkrepp
- Rührlöffel oder Holzlöffel
- Schüssel oder Behälter zum Marinieren
Zutaten (für 4 Portionen)
- 1 kg Rinderschmorbraten (aus der Keule)
- 2 weiße Zwiebeln
- 1 kleines Lorbeerblatt
- 1 Gewürznelke
- etwas eingelegter grüner Pfeffer
- etwas Thymian
- 1 Flasche (750 ml) trockener Rotwein (z. B. Burgunder)
- 1 Bund Suppengrün
- 1 EL Tomatenmark
- Salz
- Pfeffer
- Butterschmalz (zum Anbraten)
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Marinade vorbereiten (48 Stunden vorher)
- Schneide überschüssiges Fett vom Fleisch ab.
- Schäle die Zwiebeln und schneide sie in Achtel.
- Lege das Fleisch in eine große Schüssel oder ein Gefäß und gieße den Rotwein darüber, bis es vollständig bedeckt ist.
- Gib Zwiebeln, Lorbeerblatt, Gewürznelke, eingelegte grüne Pfefferkörner und etwas Thymian dazu.
- Decke die Schüssel ab und stelle sie für 48 Stunden in den Kühlschrank.
2. Vorbereitung am Kochtag
- Nimm das Fleisch aus der Marinade und tupfe es mit Küchenkrepp trocken.
- Reibe es rundum mit Salz und Pfeffer ein.
- Gieße die Marinade durch ein feines Sieb. Fange die Flüssigkeit auf und stelle sie beiseite. Die Zwiebelstücke bitte nicht wegwerfen.
- Wasche und würfle das Suppengrün.
3. Anbraten & Schmoren
- Erhitze Butterschmalz im Bräter.
- Brate das Fleisch von allen Seiten kräftig an, bis es schön gebräunt ist.
- Gib das gewürfelte Suppengrün und die marinierten Zwiebeln dazu und brate beides kurz mit.
- Rühre das Tomatenmark ein und röste es für 1–2 Minuten mit, bis es etwas dunkler wird.
- Lösche nach und nach mit der aufgefangenen Marinade ab, dabei immer wieder umrühren.
- Setze den Deckel auf den Bräter und lasse das Fleisch bei niedriger Hitze ca. 1,5 Stunden schmoren. Wende es währenddessen gelegentlich.
4. Sauce vollenden & Servieren
- Nimm das Fleisch vorsichtig aus dem Bräter und halte es warm (z. B. im Ofen bei 80 °C).
- Gieße den Bratenfond durch ein Sieb in einen Topf.
- Koche ihn einmal kräftig auf und schmecke mit Salz und Pfeffer ab.
- Wenn du möchtest, kannst du die Sauce mit etwas Stärke binden oder für mehr Cremigkeit einen Schuss Sahne einrühren.
- Schneide das Fleisch in Scheiben und serviere es mit der Sauce.
Tipps, Troubleshooting & häufige Fehler
- Fleisch bleibt zäh: Das kann passieren, wenn die Marinierzeit zu kurz war oder das Schmoren zu heiß erfolgte. Nimm dir wirklich die 48 Stunden für die Marinade und halte die Temperatur beim Schmoren niedrig.
- Sauce zu dünn: Lasse die Sauce ohne Deckel etwas einkochen oder rühre Speisestärke (in kaltem Wasser angerührt) ein.
- Geschmack zu herb oder sauer: Ein Teelöffel Zucker oder ein Schuss Sahne kann helfen, die Säure des Weins abzumildern.
Beilagen & leckere Varianten
Klassische Beilagen:
- Kartoffelknödel: Am besten mit Brotwürfelfüllung für einen kleinen Crunch.
- Rotkohl: Süßlich und würzig – harmoniert perfekt mit der Weinsauce.
Alternative Ideen:
- Selleriepüree: Etwas leichter als Klöße, aber mit feiner Erdigkeit.
- Ofengemüse: Möhren, Pastinaken und Zwiebeln mit Olivenöl und Thymian geröstet.
Reste clever verwenden:
- In Scheiben geschnitten als Braten-Burger mit Sauerkraut.
- Die Sauce als Basis für Pasta mit Fleischstreifen.
FAQs zu Burgunderbraten
Wie bewahre ich Reste vom Burgunderbraten richtig auf?
Im Kühlschrank hält sich der Braten 2–3 Tage. Eingefroren ist er bis zu 3 Monate haltbar. Zum Aufwärmen eignet sich der Ofen oder ein Topf bei niedriger Hitze – nicht erneut einfrieren nach dem Auftauen.
Kann ich Burgunderbraten auch im Ofen schmoren?
Ja, das funktioniert sehr gut. Stelle den Bräter nach dem Anbraten bei 160 °C (Ober-/Unterhitze) in den vorgeheizten Ofen und schmoren ihn dort zugedeckt für ca. 1,5 Stunden.
Wie lange muss ein Burgunderbraten marinieren?
Am besten 48 Stunden, damit das Fleisch die Aromen des Weins und der Gewürze vollständig aufnimmt. 24 Stunden sind das absolute Minimum.
Fazit
Wenn der Duft von Rotwein, Röstzwiebeln und Kräutern langsam durch die Küche zieht, weißt du: Der Burgunderbraten ist fast fertig. Zart, aromatisch und tief im Geschmack – dieses Gericht braucht Zeit, aber keine komplizierte Technik. Mit wenigen, gut ausgewählten Zutaten und etwas Geduld gelingt dir ein echter Klassiker, der sich perfekt für gemütliche Sonntage oder besondere Anlässe eignet. Lass dir deinen Burgunderbraten mit Knödeln und Rotkohl so richtig schmecken!
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Burgunderbraten wie bei Oma
Ein klassischer Burgunderbraten mit zartem Rindfleisch, das in Rotwein und Gewürzen mariniert wird. Das Gericht wird langsam geschmort und mit einer aromatischen Sauce serviert – perfekt für festliche Anlässe.
- Prep Time: 48 Stunden
- Cook Time: 1 Stunden
- Total Time: 49 Stunden
- Yield: 4 Portionen
- Category: Hauptgericht
- Method: Schmoren
- Cuisine: Französisch
- Diet: Halal
Ingredients
- 1 kg Rinderschmorbraten (aus der Keule)
- 2 weiße Zwiebeln
- 1 kleines Lorbeerblatt
- 1 Gewürznelke
- etwas eingelegter grüner Pfeffer
- etwas Thymian
- 750 ml trockener Rotwein (z. B. Burgunder)
- 1 Bund Suppengrün
- 1 EL Tomatenmark
- Salz
- Pfeffer
- Butterschmalz zum Anbraten
Instructions
- Rindfleisch putzen und überschüssiges Fett entfernen.
- Zwiebeln schälen und in Achtel schneiden.
- Fleisch in ein großes Gefäß legen, mit Rotwein bedecken und Zwiebeln, Lorbeerblatt, Gewürznelke, Thymian sowie Pfefferkörner hinzufügen.
- Zugedeckt 48 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen.
- Fleisch aus der Marinade nehmen, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer einreiben.
- Marinade durch ein Sieb gießen, Zwiebeln beiseitelegen.
- Suppengrün putzen und würfeln.
- Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und das Fleisch rundherum scharf anbraten.
- Suppengrün und marinierte Zwiebeln hinzufügen und kurz mitbraten.
- Tomatenmark einrühren und kurz rösten.
- Nach und nach mit der aufgefangenen Marinade ablöschen.
- Zugedeckt bei milder Hitze ca. 90 Minuten schmoren, dabei gelegentlich wenden.
- Fleisch herausnehmen und warm stellen.
- Bratenfond durch ein Sieb gießen, kurz aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Nach Belieben die Sauce binden und das Fleisch mit der Sauce servieren.
Notes
- Für eine cremigere Sauce kann etwas Sahne hinzugefügt werden.
- Die Sauce lässt sich gut mit Speisestärke oder dunklem Saucenbinder andicken.
- Beilagen wie Klöße oder Rotkohl passen hervorragend dazu.
- Bratenreste lassen sich gut einfrieren (bis zu 3 Monate).







