Ein gutes Stück Rindfleisch, sanft geschmort, mit einer aromatischen Kruste aus frischen Kräutern und Knoblauchbutter – genau das ist es, was diesen Knoblauch-Kräuter-Rinderbraten so besonders macht. Die Kombination aus saftigem Fleisch, würziger Butter und einem kräftigen Fond sorgt für ein echtes Festessen, das nicht kompliziert sein muss. Ob du für Gäste kochst oder dir selbst etwas gönnen willst – dieses Rezept liefert dir zuverlässig ein perfektes Ergebnis.

Table of Contents
Warum dieser Braten immer gelingt (und fantastisch schmeckt)
Was diesen Braten besonders macht, ist die Balance aus kräftigen Aromen und zarter Textur. Die Knoblauch-Kräuter-Butter wird vor dem Garen direkt auf das Fleisch aufgetragen und zieht während des Schmorens tief ins Fleisch ein. Das sorgt nicht nur für Saftigkeit, sondern auch für ein unvergleichlich rundes Aroma.
Dazu kommt die Kombination aus Rinderbrühe, optionalem Rotwein und geröstetem Wurzelgemüse – das ergibt eine kräftige, dunkle Soße mit Tiefe. Ein Gericht, das mit wenigen Zutaten ein echtes Geschmackserlebnis zaubert. Besonders praktisch: Der Braten lässt sich hervorragend vorbereiten und eignet sich damit auch ideal für Festtage.
Was du an Equipment brauchst
- Großer Bräter oder ofenfeste Pfanne mit Deckel
- Fleischthermometer
- Schneidebrett und scharfes Messer
- Rührschüssel
- Kochlöffel oder Spatel
- Sieb (für die Soße)
- Alufolie
- Küchenpapier
Zutaten
Für den Braten:
- 1,5 kg Rinderbraten (aus der Keule oder Oberschale), pariert
- 2 EL Olivenöl
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Für die Kräuterbutter:
- 150 g ungesalzene Butter, zimmerwarm
- 10 Knoblauchzehen, fein gehackt oder gepresst
- 3 EL frische Petersilie, fein gehackt
- 2 EL frischer Rosmarin, fein gehackt
- 2 EL frischer Thymian, fein gehackt
- 1 EL frischer Salbei, fein gehackt (optional)
- 1 TL Zitronenabrieb (optional)
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Für den Bratensud:
- 2 Zwiebeln, grob gehackt
- 2 Karotten, grob gehackt
- 2 Stangen Sellerie, grob gehackt
- 2 EL Tomatenmark
- 500 ml Rinderbrühe
- 250 ml trockener Rotwein (optional)
- 1 Lorbeerblatt
- 2–3 Wacholderbeeren, leicht zerdrückt
Optional für die Soße:
- 1 EL Speisestärke oder Mehl
- 2 EL kaltes Wasser
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Kräuterbutter vorbereiten
In einer Schüssel die weiche Butter mit Knoblauch, Kräutern und optional Salbei und Zitronenabrieb vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gut verrühren, bis alles gleichmäßig verteilt ist.
Tipp: Du kannst die Butter zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie wickeln und kurz kühl stellen – so lässt sie sich leichter portionieren.
2. Fleisch vorbereiten
Den Rinderbraten mit Küchenpapier trocken tupfen. Rundum großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. Die vorbereitete Kräuterbutter gleichmäßig auf dem Fleisch verteilen und leicht andrücken, damit sie haftet.
3. Anbraten
Das Olivenöl in einem großen Bräter bei mittelhoher Hitze erhitzen. Den Braten rundum 3–5 Minuten pro Seite goldbraun anbraten. Achte darauf, dass die Butter nicht verbrennt – bei Bedarf die Hitze reduzieren.
Braten herausnehmen und beiseitelegen.
4. Gemüse anschwitzen
Im gleichen Bräter das Gemüse (Zwiebeln, Karotten, Sellerie) bei mittlerer Hitze 5–7 Minuten anbraten, bis es weich und leicht gebräunt ist. Tomatenmark dazugeben und etwa 1 Minute mitrösten.
5. Flüssigkeit zugeben
Mit Rotwein ablöschen, dabei mit einem Holzlöffel den Bratensatz vom Boden lösen. Kurz einkochen lassen, dann die Rinderbrühe angießen. Lorbeerblatt und Wacholderbeeren zugeben.
6. Braten schmoren
Den Braten zurück in den Bräter auf das Gemüse legen. Deckel aufsetzen oder gut mit Alufolie verschließen. Im vorgeheizten Ofen bei 160 °C (Ober-/Unterhitze) 2,5–3 Stunden schmoren.
7. Kerntemperatur prüfen
Nach etwa 2,5 Stunden die Kerntemperatur messen:
- Medium Rare: 54–57 °C
- Medium: 60–63 °C
- Well Done: 68–71 °C
Den Braten im Ofen lassen, bis die gewünschte Garstufe erreicht ist.
8. Ruhen lassen
Braten aus dem Ofen nehmen, in Alufolie wickeln und 15–20 Minuten ruhen lassen. Das sorgt dafür, dass sich die Fleischsäfte setzen und das Fleisch saftig bleibt.
9. Soße zubereiten
Den Bratensud durch ein feines Sieb in einen Topf gießen, das Gemüse gut ausdrücken. Falls die Soße zu dünn ist, entweder einkochen oder mit angerührter Speisestärke binden: Stärke mit kaltem Wasser glatt rühren, einrühren, kurz aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und optional etwas Sahne oder einem Schuss Balsamico abschmecken.
10. Servieren
Braten quer zur Faser in dünne Scheiben schneiden. Mit der Soße auf Tellern anrichten. Als Beilage passen hervorragend Kartoffelpüree, Knödel, Spätzle, Rotkohl oder gebratenes Gemüse.
Tipps, Troubleshooting und häufige Fehler
- Butter zu früh gebräunt? → Temperatur senken oder Butter erst nach dem Anbraten auftragen.
- Fleisch zu trocken? → Kerntemperatur im Auge behalten, unbedingt ruhen lassen.
- Soße zu dünn? → Einkochen oder mit Speisestärke andicken.
- Geschmack zu mild? → Beim Anrösten des Tomatenmarks nicht sparen – das intensiviert das Aroma deutlich.
Für mehr Geschmack kannst du den Braten auch über Nacht mit der Kräuterbutter im Kühlschrank marinieren lassen.
Beilagen-Ideen & kreative Varianten
Passende Beilagen:
- Kartoffelpüree
- Semmelknödel
- Ofenkartoffeln mit Rosmarin
- Rotkohl, grüne Bohnen, Rosenkohl
- Frischer Blattsalat mit Zitronen-Dressing
Ideen für Reste:
- In dünne Scheiben schneiden und als Sandwichbelag verwenden
- Mit Bratensoße und Pasta kombinieren
- In Wraps mit Salat und Joghurtsoße rollen
Variationen:
- Statt Rosmarin und Thymian kannst du auch Oregano, Majoran oder Chili verwenden
- Für eine intensivere Note: einen Teelöffel Senf in die Butter einrühren
FAQs zu Knoblauch-Kräuter-Rinderbraten
Wie erkenne ich, ob der Braten durch ist?
Die sicherste Methode ist ein Fleischthermometer. Für ein saftiges Ergebnis solltest du den Braten nicht über 63 °C (medium) garen, es sei denn, du bevorzugst ihn durchgegart.
Muss ich für den Knoblauch-Kräuter-Rinderbraten Rotwein verwenden?
Nein, Rotwein ist optional. Du kannst ihn durch zusätzliche Rinderbrühe oder einen Schuss Balsamico-Essig ersetzen – das sorgt weiterhin für Tiefe im Geschmack.
Wie lange hält sich der Knoblauch-Kräuter-Rinderbraten im Kühlschrank?
Luftdicht verpackt hält sich der Braten 2–3 Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen empfiehlt sich sanftes Erhitzen im Ofen bei 100 °C oder in etwas Soße auf dem Herd.
Fazit
Wenn der Duft von Kräutern, Knoblauch und langsam geschmortem Fleisch durch die Küche zieht, weißt du: Der Aufwand hat sich gelohnt. Dieser Knoblauch-Kräuter-Rinderbraten ist zart, saftig und voller Aroma – ein Gericht, das Herz und Magen gleichermaßen wärmt. Perfekt für Feiertage, Sonntage oder einfach dann, wenn gutes Essen gefragt ist. Serviere ihn mit deiner Lieblingsbeilage und genieße jeden Bissen.
Relevantere Rezepte
- Rinderbraten mit Balsamico: Dieser Braten vereint zartes Rindfleisch mit einer fein abgestimmten Balsamico-Reduktion. Die süßlich-säuerliche Note ergänzt das Aroma von Knoblauch und Kräutern hervorragend und passt stilistisch perfekt zum Knoblauch-Kräuter-Rinderbraten.
- Zart geschmorter Rinderbraten aus dem Ofen: Ein klassischer Schmorbraten mit kräftigem Fond und Wurzelgemüse. Dieses Gericht punktet durch langsames Garen im Ofen, ähnlich wie beim Knoblauch-Kräuter-Rinderbraten – ideal für Bratenliebhaber.
- Italienischer Schmorbraten: Mediterrane Aromen treffen auf langsam geschmortes Rindfleisch. Rosmarin, Tomate und Rotwein bilden die aromatische Basis – perfekt für Fans von Kräuterbraten mit Tiefgang.
Knoblauch-Kräuter-Rinderbraten
Ein saftiger Rinderbraten mit aromatischer Knoblauch-Kräuter-Butter, der langsam in Brühe und Rotwein geschmort wird. Perfekt für besondere Anlässe oder ein festliches Sonntagsessen.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 180 Minuten
- Total Time: 210 Minuten
- Yield: 6 Portionen
- Category: Hauptgericht
- Method: Schmoren
- Cuisine: Europäisch
- Diet: Halal
Ingredients
- 1,5 kg Rinderbraten (aus der Keule oder Oberschale), pariert
- 150 g ungesalzene Butter, zimmerwarm
- 10 Knoblauchzehen, fein gehackt oder gepresst
- 3 EL frische Petersilie, fein gehackt
- 2 EL frischer Rosmarin, fein gehackt
- 2 EL frischer Thymian, fein gehackt
- 1 EL frischer Salbei, fein gehackt (optional)
- 1 TL Zitronenabrieb (optional)
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 2 EL Olivenöl
- 2 Zwiebeln, grob gehackt
- 2 Karotten, grob gehackt
- 2 Stangen Sellerie, grob gehackt
- 500 ml Rinderbrühe
- 250 ml trockener Rotwein (optional)
- 2 EL Tomatenmark
- 1 Lorbeerblatt
- 2–3 Wacholderbeeren, leicht zerdrückt
- 1 EL Speisestärke oder Mehl (optional, zum Andicken der Soße)
- 2 EL kaltes Wasser (optional, zum Anrühren der Stärke)
Instructions
- Die weiche Butter mit Knoblauch, Petersilie, Rosmarin, Thymian, optional Salbei und Zitronenabrieb in einer Schüssel vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Den Rinderbraten mit Küchenpapier trocken tupfen, mit Salz und Pfeffer würzen und die Kräuterbutter gleichmäßig auf dem Fleisch verteilen.
- Olivenöl in einem großen Bräter erhitzen. Den Braten rundum 3–5 Minuten pro Seite goldbraun anbraten. Danach herausnehmen.
- Im selben Bräter Zwiebeln, Karotten und Sellerie 5–7 Minuten anschwitzen. Tomatenmark zugeben und 1 Minute mitrösten.
- Mit Rotwein ablöschen, kurz einkochen lassen. Rinderbrühe, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren hinzufügen.
- Braten zurück in den Bräter legen. Deckel aufsetzen oder mit Alufolie abdecken.
- Im vorgeheizten Ofen bei 160 °C (Ober-/Unterhitze) für 180 Minuten schmoren.
- Kerntemperatur prüfen: Medium bei 60–63 °C. Danach den Braten herausnehmen und in Alufolie 20 Minuten ruhen lassen.
- Soße durch ein Sieb gießen, Gemüse ausdrücken. Soße bei Bedarf einkochen oder mit Stärke-Wasser-Mischung binden. Abschmecken.
- Braten in Scheiben schneiden, mit Soße servieren.
Notes
- Für mehr Geschmack den Braten über Nacht mit Butter bestreichen und im Kühlschrank lagern.
- Rotwein kann durch Rinderbrühe oder Balsamico ersetzt werden.
- Unbedingt ein Fleischthermometer verwenden für optimale Garstufe.
- Soße kann mit einem Schuss Sahne oder Balsamico verfeinert werden.







