Was wäre Weihnachten ohne diesen typischen Duft von frisch gebackenem Butterstollen, der durch dein Zuhause zieht und Erinnerungen an Kindheit, Familie und festliche Nachmittage weckt? Wahrscheinlich fehlt dann ein Stück dieser besonderen Jahreszeit. Der Butterstollen ist mehr als ein Kuchen – er ist ein festliches Symbol und ein echter Genuss, der deine Feiertage auf ein neues Level hebt. Doch anstatt einen industriell hergestellten Stollen im Supermarkt zu kaufen, kannst du ihn ganz einfach selbst backen. Warum? Weil du dabei nicht nur über die Zutaten bestimmst, sondern auch Geschmack, Frische und Liebe ins Rezept bringst.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du einen echten, saftigen Butterstollen selbst zubereitest. Das Rezept basiert auf traditionellem Handwerk, ist aber modern angepasst, damit es auch dir gelingt – ganz ohne Backerfahrung. Du wirst sehen: Mit ein wenig Geduld entsteht ein Gebäck, das nicht nur dich, sondern auch deine Liebsten begeistern wird.

Table of Contents
Butterstollen Rezept – Diese Zutaten brauchst du
Ein klassischer Butterstollen lebt von der Qualität seiner Zutaten. Nimm dir die Zeit, hochwertige Produkte zu wählen – das macht sich am Ende im Geschmack deutlich bemerkbar. Hier bekommst du einen Überblick über das, was du brauchst:
Hauptzutaten:
- 500 g Weizenmehl (Typ 405)
- 1 Würfel frische Hefe
- 200 ml warme Milch
- 150 g Zucker
- 2 Eigelb
- 250 g Butter (nicht streichfähig, ungesalzen)
Für das Aroma:
- 150 g Rosinen
- 50 g Zitronat (nach Belieben)
- 50 g Orangeat (nach Belieben)
- 100 ml Orangensaft (zum Einlegen der Rosinen)
- Abrieb einer unbehandelten Zitrone
- 1 Vanilleschote
- 2 TL Stollengewürz (bestehend aus Zimt, Muskat, Kardamom, Nelke, Vanille, Galgant oder Ingwer)
- 100 g gehackte Mandeln (geröstet)
Zum Veredeln:
- 100 g flüssige Butter
- Puderzucker zum Bestreuen
Wenn du kein Fan von Zitronat oder Orangeat bist, kannst du diese Zutaten einfach weglassen oder durch getrocknete Cranberries oder gehackte Feigen ersetzen.
Schritt-für-Schritt Anleitung – So backst du Butterstollen wie ein Profi
1. Vorbereitung am Vortag
Der Schlüssel zu einem aromatischen Stollen liegt in der Vorbereitung. Am besten startest du am Abend vor dem Backtag:
- Rosinen zusammen mit Zitronat und Orangeat in eine Schüssel geben und mit Orangensaft übergießen
- Abgedeckt über Nacht ziehen lassen – das intensiviert den Geschmack und macht die Früchte weich
2. Vorteig ansetzen
Ein guter Vorteig macht den Stollen besonders locker:
- Hefe in der lauwarmen Milch auflösen
- 1 TL Zucker und etwa 100 g Mehl zugeben, alles glatt rühren
- Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen, bis sich Blasen bilden
3. Mandeln rösten und einweichen
Rösten bringt das Aroma der Mandeln erst richtig zur Geltung:
- Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten
- Danach in etwas warmer Milch einweichen und beiseitestellen
4. Hauptteig kneten
Jetzt wird es ernst – alle Komponenten kommen zusammen:
- Vorteig mit dem restlichen Mehl, Zucker, Eigelb, Butter, Vanilleschote, Zitronenschale und Stollengewürz zu einem glatten Teig verkneten
- Eingeweichte Früchte und Mandeln unterheben – am besten mit der Hand, damit alles gut verteilt ist
- Den Teig nochmals abdecken und 45 Minuten ruhen lassen
5. Stollen formen
- Den Teig zu einem länglichen Stollen formen – klassisch mit einer Wölbung auf einer Seite
- Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen
- Nochmals ca. 30 Minuten ruhen lassen
6. Backen
- Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen
- Stollen auf mittlerer Schiene etwa 50 Minuten backen
- Sollte er zu schnell bräunen, mit Alufolie abdecken
7. Veredeln
- Direkt nach dem Backen mehrfach mit flüssiger Butter bestreichen
- Noch warm großzügig mit Puderzucker bestäuben
- Vollständig auskühlen lassen

Warum dein Butterstollen Ruhezeit braucht
Geduld ist bei diesem Rezept keine Tugend, sondern Pflicht. Ein frisch gebackener Stollen schmeckt zwar schon gut – aber erst nach ein bis zwei Wochen entfaltet er sein volles Aroma.
Wickle den ausgekühlten Stollen in Alufolie und zusätzlich in Backpapier. Lagere ihn an einem kühlen, dunklen Ort – zum Beispiel im Keller oder Vorratsraum. So bleibt er mehrere Wochen frisch und entwickelt dabei diese weiche, durchgezogene Konsistenz, die man nur von traditionellem Stollen kennt.
Backst du den Butterstollen schon im November, ist er pünktlich zu Weihnachten genau richtig.
Darum lohnt sich Butterstollen selbst zu backen
Ein gekauftes Gebäck kann lecker sein – keine Frage. Doch Butterstollen selbst zu backen bietet dir Vorteile, die du nicht im Supermarkt findest:
- Du entscheidest, was hineinkommt – keine künstlichen Aromen, keine Konservierungsstoffe, kein Alkohol, wenn du ihn nicht willst
- Du sparst bares Geld: Die Zutaten sind günstiger als ein Markenstollen
- Du schenkst Liebe: Ein selbst gebackener Stollen ist ein wunderbares Geschenk für Familie, Freunde oder Nachbarn
- Du setzt ein Zeichen: Für bewussten Genuss, für Tradition und für das Handwerk
Ein selbst gebackener Butterstollen ist ein echtes Statement – gegen Schnelllebigkeit und für Qualität.
Nährwerte pro 100 g
Cholesterin: ca. 70 mg
Portionsgröße: 100 g
Kalorien: ca. 390 kcal
Zucker: 24 g
Natrium: 0,3 g
Fett: 18 g
Gesättigte Fettsäuren: 10 g
Ungesättigte Fettsäuren: 7 g
Transfette: <0,1 g
Kohlenhydrate: 48 g
Ballaststoffe: 2 g
Eiweiß: 6 g
FAQ – Alles rund um dein Butterstollen Rezept
Wie lange hält sich Butterstollen?
Gut verpackt hält sich dein Butterstollen problemlos vier bis sechs Wochen. Er sollte kühl, aber nicht feucht gelagert werden – ideal sind Vorratsräume oder ein unbeheizter Abstellraum. Mit der Zeit wird der Geschmack intensiver und das Gebäck saftiger.
Kann ich Butterstollen einfrieren?
Ja, das funktioniert wunderbar. Du kannst den ganzen Stollen oder auch einzelne Scheiben einfrieren. Wickel ihn dazu gut in Frischhaltefolie und lege ihn dann in einen Gefrierbeutel. So bleibt er bis zu drei Monate haltbar. Zum Auftauen legst du ihn einfach über Nacht in den Kühlschrank.
Ist Butterstollen alkoholfrei?
Wenn du dich an das oben genannte Rezept hältst, ist dein Butterstollen vollständig alkoholfrei. Du musst keinen Rum verwenden – Orangensaft erfüllt denselben Zweck beim Einweichen der Rosinen und bringt zudem eine fruchtige Frische ins Gebäck.
Conclusion
Mit deinem selbst gebackenen Butterstollen hältst du mehr als nur ein Stück Kuchen in den Händen – es ist ein Ausdruck von Hingabe, Tradition und Sinnlichkeit. Du hast nicht nur Mehl, Butter und Gewürze miteinander vereint, sondern auch Erinnerungen geschaffen, die mit jedem Bissen wieder lebendig werden. Und während draußen die Kälte Einzug hält, wird es in deiner Küche warm – durch den Duft von Vanille, Zimt und frisch gebackenem Teig.
Trau dich, diesen Klassiker selbst zu backen. Du wirst nicht nur mit einem hervorragenden Ergebnis belohnt, sondern vielleicht auch mit einem neuen Familienritual. Backe, verschenke, genieße – und mach den Butterstollen zu einem festen Bestandteil deiner Weihnachtszeit.
Relevantere Rezepte
- Burgenländer Kipferl: Diese mürben Kipferl mit Nussfüllung sind ein Klassiker aus Österreich und passen perfekt in die Adventszeit. Mit ihrer zarten Textur und der nussigen Füllung erinnern sie geschmacklich an festliches Gebäck wie Butterstollen und sind eine tolle Ergänzung auf jedem Plätzchenteller.
- Haselnuss-Nougat-Plätzchen: Diese feinen Plätzchen vereinen die Aromen von Haselnuss und Nougat in einer herrlich weichen Textur. Ihre Kombination aus Nussigkeit und süßer Füllung macht sie zur idealen Ergänzung für festliche Gebäckplatten neben Butterstollen.
- Lebkuchen-Lasagne: Dieses kreative Dessert vereint klassische Weihnachtsgewürze mit cremigen Schichten – eine moderne Interpretation traditioneller Weihnachtsaromen. Ideal für alle, die neben Butterstollen auch mal etwas Neues mit vertrautem Geschmack probieren möchten.
Saftiger Butterstollen
Ein klassischer, saftiger Butterstollen, perfekt für die Weihnachtszeit. Dieses traditionelle Gebäck überzeugt mit aromatischen Gewürzen, eingelegten Rosinen und feiner Butterkruste.
- Prep Time: 1 Stunde 30 Minuten
- Cook Time: 50 Minuten
- Total Time: 2 Stunden 20 Minuten
- Yield: 1 großer Stollen (ca. 12–14 Scheiben)
- Category: Weihnachtsgebäck
- Method: Backen
- Cuisine: Deutsch
- Diet: Vegetarian
Ingredients
- 500 g Weizenmehl (Typ 405)
- 1 Würfel frische Hefe (42 g)
- 200 ml warme Milch
- 150 g Zucker
- 2 Eigelb
- 250 g Butter (ungesalzen)
- 150 g Rosinen
- 50 g Zitronat (optional)
- 50 g Orangeat (optional)
- 100 ml Orangensaft
- Abrieb einer unbehandelten Zitrone
- 1 Vanilleschote
- 2 TL Stollengewürz (Zimt, Muskat, Kardamom, Nelke, Vanille, Galgant oder Ingwer)
- 100 g gehackte Mandeln (geröstet)
- 100 g flüssige Butter (zum Bestreichen)
- Puderzucker zum Bestreuen
Instructions
- Rosinen, Zitronat und Orangeat in Orangensaft einlegen und über Nacht ziehen lassen.
- Hefe in warmer Milch mit 1 TL Zucker und 100 g Mehl verrühren, 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.
- Mandeln ohne Fett goldbraun rösten und in warmer Milch einweichen.
- Vorteig mit restlichem Mehl, Zucker, Eigelb, Butter, Vanille, Zitronenschale und Gewürzen zu einem glatten Teig verkneten.
- Eingeweichte Früchte und Mandeln vorsichtig unter den Teig kneten.
- Teig abgedeckt 45 Minuten ruhen lassen.
- Teig zu einem klassischen Stollen formen und auf ein Backblech legen.
- Nochmal 30 Minuten ruhen lassen.
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und den Stollen ca. 50 Minuten backen.
- Direkt nach dem Backen mit flüssiger Butter bestreichen und dick mit Puderzucker bestäuben.
- Komplett auskühlen lassen und zum Reifen in Alufolie und Backpapier einwickeln.
Notes
- Zitronat und Orangeat können durch getrocknete Cranberries ersetzt werden.
- Stollen mindestens 1–2 Wochen reifen lassen für besten Geschmack.
- Gut verpackt hält sich der Stollen 4–6 Wochen.
- Alkoholfrei und somit ideal für Kinder.







