Zarte, buttrige Plätzchen mit einem Klecks fruchtiger Marmelade – Engelsaugen sind ein echter Klassiker in der Weihnachtsbäckerei. Ob du sie schon aus Kindheitstagen kennst oder gerade erst entdeckst, dieses Rezept bringt die kleinen Mürbeteigkugeln mit fruchtiger Füllung garantiert perfekt auf dein Blech. Und das Beste? Du brauchst keine Ausstechformen, keine speziellen Werkzeuge und nur wenige Zutaten.

Table of Contents
Warum dieses Rezept für Engelsaugen überzeugt
Diese Engelsaugen sind unkompliziert, schnell gemacht und schmecken dabei wie vom Plätzchenteller der Großmutter. Der Mürbeteig wird besonders zart, wenn du das Mehl vorher siebst. Die Kombination aus süßer, leicht säuerlicher Himbeerkonfitüre und dem milden Teig ergibt ein ausgewogenes Aroma. Durch das Kühlen vor dem Backen behalten die Plätzchen ihre Form und bekommen ihre typisch helle Farbe – kein Bräunen nötig.
Für mich gehört dieser Duft von buttrigem Teig und fruchtiger Marmelade im Ofen einfach zur Adventszeit. Und kaum sind die Plätzchen gebacken, sind sie auch schon zur Hälfte verschwunden.
Welche Geräte du brauchst
- Rührschüssel
- Handmixer mit Knethaken
- Frischhaltefolie
- Zwei Backbleche
- Backpapier
- Holzlöffel mit rundem Stiel
- Teelöffel oder kleine Spritze
- Küchengitter zum Auskühlen
Zutatenliste für ca. 10 Portionen
- 240 g Mehl
- 150 g weiche Butter
- 2 Eigelbe
- 70 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- Abrieb einer unbehandelten Zitrone oder 1 Päckchen Zitronenabrieb
- 1 kleine Prise Salz
- Himbeerkonfitüre (für die Füllung)
- Puderzucker zum Bestäuben (optional)
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Teig vorbereiten:
Gib die weiche Butter, Puderzucker, Vanillezucker, Zitronenabrieb, Salz und Eigelbe in eine Schüssel. Rühre die Masse mit dem Handmixer (Knethaken) schaumig. - Mehl einarbeiten:
Siebe das Mehl direkt über die Masse und verarbeite alles mit dem Mixer zu einem glatten Teig. Anschließend kurz mit den Händen durchkneten. - Teig kühlen:
Forme eine Kugel aus dem Teig, wickle sie in Frischhaltefolie und stelle sie für 30 Minuten in den Kühlschrank. - Backofen vorheizen:
Heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Lege zwei Backbleche mit Backpapier aus. - Kugeln formen:
Teile den gekühlten Teig in walnussgroße Stücke und forme daraus glatte Kugeln. Platziere sie mit etwas Abstand auf den Blechen. - Mulden eindrücken:
Nimm den bemehlten Stiel eines Holzlöffels und drücke mittig in jede Kugel eine kleine Vertiefung – nicht zu tief, nur bis zur Mitte. - Konfitüre einfüllen:
Fülle die Vertiefungen mit Himbeerkonfitüre – entweder mit einem kleinen Teelöffel oder einer Spritze für mehr Präzision. - Backen:
Backe die Plätzchen im vorgeheizten Ofen für 10–12 Minuten. Sie sollten hell bleiben und nicht bräunen. - Abkühlen und bestäuben:
Nimm die Bleche aus dem Ofen und lasse die Engelsaugen auf einem Küchengitter vollständig abkühlen. Wer mag, bestäubt sie vor dem Servieren mit etwas Puderzucker.
Tipps, Troubleshooting und häufige Fehler
- Teig zu weich oder klebrig?
War die Butter zu weich oder der Teig zu lange geknetet, hilft zusätzliches Kühlen. Bei Bedarf etwas Mehl einarbeiten. - Mulden reißen beim Eindrücken?
Dann ist der Teig zu kalt – lass ihn 5 Minuten bei Raumtemperatur ruhen, bevor du weiterarbeitest. - Konfitüre läuft beim Backen über?
Wahrscheinlich war die Vertiefung zu flach oder zu voll. Weniger Konfitüre und tiefere Mulden helfen. - Plätzchen werden zu braun:
Achte genau auf die Backzeit und Farbe. Engelsaugen sollen hell bleiben – lieber eine Minute zu früh rausnehmen als zu spät. - Mürbeteig zu fest nach dem Backen?
Zu lange gebacken oder Ofen zu heiß. Jeder Ofen ist anders – beobachte die erste Charge genau.
Leckere Kombinationen und Abwandlungen
- Fruchtige Varianten: Statt Himbeere kannst du auch Aprikosen-, Johannisbeer- oder Erdbeermarmelade verwenden. Wichtig: Die Konfitüre sollte glatt und nicht zu flüssig sein.
- Schokoladig: Tausche 30 g Mehl gegen Kakaopulver für eine schokoladige Variante.
- Nussig: Füge dem Teig fein gemahlene Haselnüsse hinzu (ersetzt anteilig Mehl).
- Passende Getränke: Engelsaugen schmecken hervorragend zu schwarzem Tee, Kaffee oder einem Glas Glühwein.
- Geschenkidee: Verpacke die Plätzchen in einer hübschen Dose oder im Glas mit Schleife – perfekt als Mitbringsel.
FAQs zu Engelsaugen
Wie lange sind Engelsaugen haltbar?
Wenn du sie luftdicht verpackt und kühl lagerst, bleiben Engelsaugen bis zu 4 Wochen frisch. Verwende separate Dosen für verschiedene Sorten, um das Aroma zu bewahren.
Kann ich Engelsaugen auch einfrieren?
Den rohen Teig kannst du gut einfrieren – einfach portionsweise in Folie wickeln. Die gebackenen Plätzchen selbst sind nicht ideal zum Einfrieren, da sie nach dem Auftauen an Textur verlieren.
Muss es unbedingt Himbeerkonfitüre sein?
Nein, aber sie passt geschmacklich besonders gut. Du kannst jede Konfitüre verwenden, die dir schmeckt, solange sie nicht zu stückig ist und beim Backen nicht zu stark verläuft.
Fazit
Diese Engelsaugen sind der Inbegriff klassischer Weihnachtsbäckerei: buttrig, zart und mit einem fruchtigen Kern, der das Ganze abrundet. Schon beim Formen der kleinen Kugeln und beim Duft im Ofen kommt Weihnachtsstimmung auf.
Probier’s aus – du wirst kaum widerstehen können, noch vor dem Abkühlen den ersten Keks zu naschen.
Weitere passende Rezepte
- Kokosnuss-Schneeball-Plätzchen: Diese zarten Plätzchen mit feinem Kokosgeschmack erinnern an Schneebälle und passen perfekt in die Adventszeit. Sie sind außen knusprig und innen weich – ein winterliches Geschmackserlebnis, das gut zu Engelsaugen passt.
- Mandeltaler: Buttrig und nussig zugleich – diese Mandeltaler sind einfach zubereitet und gehören zu den Klassikern unter den Weihnachtsplätzchen. Der Mürbeteig und die feine Mandelkruste machen sie zu einer perfekten Ergänzung zu Engelsaugen.
- Marmorplätzchen: Diese hübsch gemusterten Plätzchen kombinieren Vanille- und Schokoladenteig zu einem optischen und geschmacklichen Highlight. Ideal für alle, die einfache Mürbeteigvariationen lieben.
Engelsaugen
Engelsaugen sind klassische Weihnachtsplätzchen mit zartem Mürbeteig und fruchtiger Himbeerkonfitüre. Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken buttrig-mild und zergehen im Mund.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 12 Minuten
- Total Time: 42 Minuten
- Yield: 10 Portionen
Ingredients
- 240 g Mehl
- 150 g weiche Butter
- 2 Eigelbe
- 70 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- Abrieb einer unbehandelten Zitrone oder 1 Päckchen Zitronenabrieb
- 1 kleine Prise Salz
- Himbeerkonfitüre (nach Bedarf zum Füllen)
- Puderzucker zum Bestäuben (optional)
Instructions
- Gib Butter, Puderzucker, Vanillezucker, Zitronenabrieb, Salz und Eigelbe in eine Schüssel und schlage die Masse mit einem Handmixer cremig.
- Siebe das Mehl darüber und rühre weiter, bis ein glatter Teig entsteht.
- Knete den Teig kurz mit den Händen, forme eine Kugel und wickle sie in Frischhaltefolie. Stelle den Teig für 30 Minuten kalt.
- Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor und lege zwei Backbleche mit Backpapier aus.
- Forme aus dem gekühlten Teig walnussgroße Kugeln und lege sie mit etwas Abstand auf das Backblech.
- Drücke mit einem bemehlten Holzlöffelstiel mittig eine Vertiefung in jede Kugel.
- Fülle etwas Himbeerkonfitüre in die Mulden (mit einem Teelöffel oder einer Spritze).
- Backe die Plätzchen im vorgeheizten Ofen für 12 Minuten. Sie sollten hell bleiben und nicht braun werden.
- Lass die Plätzchen auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen.
- Optional mit Puderzucker bestäuben und servieren.
Notes
- Die Plätzchen sollten nach dem Backen hell bleiben – nicht zu lange im Ofen lassen.
- Stiel eines Holzlöffels vor dem Eindrücken bemehlen, damit der Teig nicht klebt.
- Andere Fruchtaufstriche wie Aprikose oder Johannisbeere sind ebenfalls geeignet.
- Jede Plätzchensorte getrennt in einer Dose lagern, um das Aroma zu bewahren.







