Letzten Winter hat mich ein stürmischer Nachmittag in Frankfurt regelrecht überrascht. Es war einer dieser Tage, an denen man sich nach nichts mehr sehnt als nach Wärme, Ruhe – und einem Teller voll wohltuender Suppe. Der Kühlschrank war so gut wie leer, aber mein Vorrat hatte noch ein Päckchen Maronen, eine Zwiebel und Gemüsebrühe parat. So entstand meine liebste vegane Maronensuppe – schnell gemacht, unglaublich cremig und perfekt für alle, die weder einkaufen noch ewig am Herd stehen wollen.

Table of Contents
Rezeptüberblick & warum du diese vegane Maronensuppe lieben wirst
Diese vegane Maronensuppe ist dein Retter, wenn du wenig Zeit hast, aber trotzdem etwas Wärmendes und Gesundes auf dem Tisch haben möchtest. Mit nur fünf Grundzutaten, die du leicht im Vorrat halten kannst, zauberst du in 15 Minuten ein geschmacklich intensives Gericht, das sich perfekt als Vorspeise oder leichtes Abendessen eignet.
Die pürierten Maronen verleihen der Suppe ihre unverwechselbar samtige Textur. Thymian bringt würzige Tiefe, während ein Hauch Rotweinessig für Frische sorgt. Diese Kombination ist schlicht, aber raffiniert – und garantiert frei von tierischen Produkten oder komplizierten Zutaten. Besonders an kalten Tagen ist sie ein echtes Soulfood.
Zutaten & mögliche Alternativen für vegane Maronensuppe
Damit deine vegane Maronensuppe gelingt, brauchst du nur wenige, gut lagerfähige Zutaten. Die Basis ist denkbar einfach – mit Optionen zur Verfeinerung oder individuellen Anpassung.
Basiszutaten (für 2 Portionen)
- 200 g Maronen, vorgegart (1 Päckchen)
- 1 mittelgroße Zwiebel
- 500 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Olivenöl
- 1 EL Rotweinessig
- 1 EL Thymian (frisch oder getrocknet)
- Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Toppings (optional)
- 1 EL gehackte Walnüsse
- 1 EL frische Petersilie oder andere Kräuter
Ersatzmöglichkeiten
Du kannst vorgegarte Maronen aus der Vakuumverpackung oder tiefgekühlte nehmen – achte nur darauf, dass sie nicht roh sind. Kein Rotweinessig im Haus? Apfelessig oder Zitronensaft bringen ebenfalls die nötige Säure. Zwiebeln lassen sich durch Schalotten ersetzen, und statt Thymian passen auch Salbei oder Rosmarin hervorragend. Für das Topping kannst du alternativ Kürbiskerne oder Haselnüsse verwenden.
Equipment, das du brauchst
Du brauchst keine Spezialausstattung, um diese vegane Maronensuppe zu kochen. Mit wenigen Utensilien bist du startklar:
- Kleiner Topf (mind. 1–1,5 L)
- Küchenmesser und Schneidebrett
- Standmixer oder Stabmixer
- Kochlöffel oder Pfannenwender
- Zwei Suppenschüsseln
Ein leistungsstarker Standmixer macht die Suppe besonders fein. Aber auch mit einem guten Stabmixer erreichst du eine cremige Konsistenz – ideal für die schnelle Feierabendküche.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur veganen Maronensuppe
Schritt 1 – Zwiebel anschwitzen
Schäle die Zwiebel und schneide sie grob in Würfel. Erhitze das Olivenöl in einem kleinen Topf auf mittlerer Stufe. Gib die Zwiebeln hinein und dünste sie 3–4 Minuten glasig. Sie sollen weich werden, aber keine Farbe nehmen.
Schritt 2 – Maronen und Brühe zugeben
Füge die vorgegarten Maronen, die Gemüsebrühe und den Thymian hinzu. Rühre gut um und bring alles zum Kochen. Sobald es sprudelt, reduziere die Hitze und lasse die Mischung etwa 5 Minuten leicht köcheln.
Schritt 3 – Pürieren
Gieße den Topfinhalt vorsichtig in einen Mixer oder püriere die Suppe direkt im Topf mit einem Stabmixer. Mixe so lange, bis die Suppe komplett glatt ist – etwa 60 Sekunden. Die Konsistenz sollte cremig, aber nicht dickflüssig sein.
Schritt 4 – Abschmecken
Rühre den Rotweinessig unter und schmecke mit Salz und Pfeffer ab. Wenn dir die Suppe zu dick erscheint, gib etwas heiße Brühe oder Wasser dazu.
Schritt 5 – Servieren
Verteile die Suppe auf zwei Schüsseln. Garniere mit frischen Kräutern und gehackten Walnüssen. Ein kleiner Spritzer Walnussöl rundet das Gericht perfekt ab, ist aber optional.

Warum dieses Rezept funktioniert
Diese vegane Maronensuppe lebt von der Harmonie weniger Zutaten. Die Maronen sorgen nicht nur für Geschmack, sondern wirken auch als natürlicher Sämiger – ganz ohne Mehl, Stärke oder Sahne. Thymian bringt eine herzhafte Tiefe, die wunderbar mit der Süße der Maronen kontrastiert. Der Essig balanciert alles aus und verhindert, dass die Suppe zu schwer wirkt. Das Resultat: Eine unkomplizierte, aber raffinierte Suppe mit maximalem Wohlfühlfaktor.
Ein weiterer Pluspunkt: Da alles püriert wird, musst du beim Schneiden nicht penibel genau arbeiten. Das spart Zeit – perfekt für müde Feierabende oder spontane Gäste.
Profi-Tipps & kreative Variationen
- Röste die Maronen 10 Minuten bei 180 °C im Ofen, bevor du sie zur Suppe gibst – das intensiviert das Aroma.
- Für extra Cremigkeit kannst du einen Schuss Hafersahne oder Cashewcreme einrühren.
- Ein paar Tropfen Trüffelöl machen aus der Suppe eine elegante Vorspeise.
- Gib vor dem Pürieren ein Stück Apfel oder eine halbe Selleriestange hinzu – für Fruchtigkeit bzw. mehr Erdigkeit.
- Du möchtest mehr Pepp? Ein Hauch Chili oder geräuchertes Paprikapulver sorgt für Würze.
Diese Suppe lässt sich auch problemlos verdoppeln – ideal für Familienessen oder wenn du gerne vorkochst.
Vegane Maronensuppe vorbereiten, aufbewahren & einfrieren
Du kannst die Suppe bis zu 3–4 Tage im Kühlschrank aufbewahren – am besten luftdicht verschlossen. Beim Aufwärmen einfach langsam im Topf erhitzen und ggf. etwas Wasser oder Brühe hinzufügen, falls sie zu dick geworden ist.
Einfrieren ist ebenfalls kein Problem. Fülle die Suppe portionsweise in geeignete Behälter und lagere sie bis zu 3 Monate im Tiefkühlfach. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank stellen oder direkt im Topf bei mittlerer Hitze erwärmen.
Serviervorschläge & passende Begleiter
Diese vegane Maronensuppe passt hervorragend zu frischem oder geröstetem Sauerteigbrot. Wenn du es glutenfrei magst, probiere ein Walnussbaguette oder dein liebstes Vollkornbrot. Als Beilage eignet sich ein frischer Wintersalat mit Orangenfilets und Rucola.
Ein trockener Weißwein oder Apfel-Cider harmoniert wunderbar mit den nussigen Noten der Maronen. Für den besonderen Touch: ein Klecks pflanzliche Crème fraîche oder ein paar Tropfen Walnussöl.
Ernährungshinweise & Allergene
- Vegan: Ja – rein pflanzlich ohne tierische Produkte
- Glutenfrei: Ja – solange Brühe und Beilagen glutenfrei sind
- Nussfrei: Möglich – einfach Walnüsse und ggf. Walnussöl weglassen
- Säureempfindlich? Reduziere den Essig oder ersetze ihn durch milden Zitronensaft
Diese Suppe ist leicht, bekömmlich und auch für Kinder geeignet.
Fehleranalyse & häufige Probleme
- Suppe zu dick? Füge beim Erwärmen etwas Brühe oder Wasser hinzu.
- Nicht cremig genug? Verwende einen leistungsstarken Mixer oder püriere länger.
- Fad im Geschmack? Nachwürzen mit mehr Thymian, Salz oder einem Spritzer Essig.
- Maronen stückig? Vor dem Pürieren durch ein Sieb streichen oder länger mixen.
Nährwertangaben (pro Portion, ca. Angaben)
- Portionsgröße: ca. 300 ml
- Kalorien: 311 kcal
- Zucker: ca. 6 g
- Natrium: ca. 600 mg (je nach Brühe)
- Fett: 13,5 g
- Gesättigte Fettsäuren: ca. 1,5 g
- Ungesättigte Fettsäuren: ca. 11,5 g
- Transfette: 0 g
- Kohlenhydrate: 37,5 g
- Ballaststoffe: ca. 6 g
- Eiweiß: 4 g
- Cholesterin: 0 mg
FAQs
Kann ich vegane Maronensuppe im Voraus zubereiten?
Absolut. Sie hält sich gut im Kühlschrank und schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch besser.
Welche Maronen eignen sich am besten?
Vorgegarte Maronen im Vakuumpack oder aus dem Glas – ungesüßt und ohne Zusätze.
Ist vegane Maronensuppe auch kindgerecht?
Ja. Die Suppe ist mild, nussig und ohne Schärfe – auch kleine Esser lieben sie.
Lässt sich das Rezept für mehrere Personen anpassen?
Natürlich. Du kannst alle Zutaten einfach verdoppeln oder verdreifachen – ideal für Gäste oder Meal Prep.
Was tun, wenn ich keinen Mixer habe?
Ein guter Stabmixer reicht völlig aus. Für besonders feine Konsistenz ggf. zwei Durchgänge einplanen.
Fazit
Diese vegane Maronensuppe ist mehr als ein schnelles Rezept – sie ist ein warmes Versprechen an dich selbst: auch mit wenig Aufwand und wenigen Zutaten kann echtes Wohlfühlessen entstehen. Die Kombination aus cremiger Konsistenz, nussiger Tiefe und frischer Kräuternote macht sie zu einem unverzichtbaren Begleiter in der kalten Jahreszeit.
Probiere sie beim nächsten Winterabend aus, teile sie mit Familie oder Freunden – oder genieße sie ganz für dich allein. Und wenn du dein eigenes Topping findest oder eine neue Zutat ausprobierst: umso besser. Diese Suppe ist ein Startpunkt – mach sie zu deiner.
Relevantere Rezepte
- Spinatknödel: Diese herrlich saftigen Spinatknödel passen perfekt zu einer cremigen Suppe wie der veganen Maronensuppe. Sie sind nicht nur vegetarisch und sättigend, sondern auch einfach vorzubereiten – ideal als Beilage oder Hauptgericht an kalten Tagen.
- Überbackener Spitzkohl: Dieser überbackene Spitzkohl verbindet cremige Textur mit herzhafter Würze – ähnlich wie bei der veganen Maronensuppe. Das Gericht ist einfach zuzubereiten, sättigend und perfekt für den Winter geeignet.
- Rosenkohl in Frischkäse-Senfsauce: Dieses aromatische Wintergericht mit cremiger Sauce und würzigem Rosenkohl ergänzt die vegane Maronensuppe perfekt in Geschmack und Stil. Es bietet eine ausgewogene Mischung aus herben, cremigen und frischen Noten.
Vegane Maronensuppe
Diese vegane Maronensuppe ist schnell zubereitet, wunderbar cremig und perfekt für kalte Tage. Mit nur wenigen Zutaten aus dem Vorrat zauberst du in 15 Minuten ein wärmendes Wohlfühlessen.
Ingredients
- 200 g Maronen, vorgegart
- 1 Zwiebel
- 1 EL Olivenöl
- 1 EL Thymian
- 1 EL Rotweinessig
- 500 ml Gemüsebrühe
- Salz nach Geschmack
- Pfeffer nach Geschmack
- 1 EL frische Kräuter (optional, z. B. Petersilie)
- 1 EL gehackte Walnusskerne (optional)
Instructions
- Zwiebel schälen und würfeln.
- In einem kleinen Topf das Olivenöl erhitzen und die Zwiebelstücke glasig braten.
- Maronen, Gemüsebrühe und Thymian zugeben und alles einmal aufkochen lassen.
- Die Suppe vollständig in einen Mixer geben und 60 Sekunden glatt pürieren. Alternativ einen Stabmixer verwenden.
- Mit Rotweinessig, Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die Suppe auf zwei Schüsseln verteilen und mit frischen Kräutern sowie Walnusskernen garnieren (optional).
Notes
- Statt Rotweinessig kann auch Apfelessig oder Zitronensaft verwendet werden.
- Bei Verwendung eines Stabmixers wird die Suppe nicht ganz so fein wie mit einem Standmixer.
- Ein Spritzer Walnussöl verleiht zusätzliches Aroma.
- Die Suppe kann eingefroren und später wieder aufgewärmt werden.







