Wenn draußen der Schnee fällt und drinnen das Abendessen blubbert, gibt es kaum etwas Besseres als ein klassisches Rindergulasch. Dieses Schmorgericht mit zartem Fleisch, tiefen Aromen und einer sämigen Sauce bringt nicht nur Wärme auf den Teller, sondern auch echtes Festtagsgefühl in die Küche. Hier erfährst du, wie du das Gericht stressfrei vorbereitest – mit genauen Mengenangaben, zuverlässiger Anleitung und jeder Menge praktischer Tipps.

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Warum dieses Rindergulasch dein Festessen werden könnte
Was dieses Rindergulasch besonders macht, ist der Balanceakt zwischen kräftiger Würze und sanfter Süße. Durch langes Schmoren wird das Fleisch butterzart, die Sauce bindet sich auf natürliche Weise, und die Aromen entfalten sich vollständig. Du kannst es hervorragend vorbereiten – es schmeckt sogar besser, wenn es einen Tag durchzieht. Ideal also, wenn du zu den Feiertagen weniger am Herd stehen und mehr genießen möchtest.
Das Rezept ist außerdem vielseitig: Mit oder ohne Rotwein, mit Gemüse oder klassisch – du entscheidest. Egal ob für ein Familienessen oder ein festliches Abendessen, dieses Gulasch passt sich deinen Bedürfnissen an.
Diese Küchengeräte brauchst du
- Großer, schwerer Topf (gusseisern ideal)
- Scharfes Messer
- Schneidebrett
- Kochlöffel (Holz oder hitzefestes Plastik)
- Messbecher oder Küchenwaage
- Kleines Gefäß zum Anrühren der Speisestärke
Zutaten für 6–8 Portionen
Fleisch und Basis:
- 1.500 g Rindfleisch (Keule oder Wade), in 3–4 cm Würfel
- 2–3 EL Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumen- oder Rapsöl)
- 4 große Zwiebeln (ca. 800 g), gewürfelt
- 2 EL Tomatenmark (ca. 30 g)
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 500 ml Rinderbrühe
- 250 ml Rotwein (optional)
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Gewürze:
- 2 EL edelsüßes Paprikapulver
- 1 EL Rosenpaprika (optional, für etwas Schärfe)
- 1 TL gemahlener Kümmel
- ½ TL getrockneter Majoran
- 1 Lorbeerblatt
- 1 EL Zitronensaft (optional, zum Abschmecken)
Zum Andicken (optional):
- 1–2 EL Speisestärke oder Mehl
Optionales Gemüse (nach 1 Std. Garzeit zugeben):
- 2 rote Paprika, gewürfelt
- 2 Karotten, in Scheiben
So bereitest du das Rindergulasch zu
- Vorbereitung:
Das Rindfleisch in 3–4 cm große Würfel schneiden und mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Zwiebeln würfeln, Knoblauch fein hacken. Alle Gewürze und Flüssigkeiten bereitstellen. - Fleisch anbraten:
Öl im großen Topf erhitzen. Das Fleisch portionsweise scharf anbraten, bis es rundum braun ist. Nicht alles auf einmal in den Topf geben, sonst kühlt das Öl zu stark ab. Fleisch herausnehmen und beiseitestellen. - Zwiebeln schmoren:
Im verbliebenen Fett die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 10–15 Minuten goldbraun andünsten. Geduld lohnt sich – sie geben der Sauce ihre Tiefe. - Aromen aufbauen:
Tomatenmark und Knoblauch zu den Zwiebeln geben und 1–2 Minuten mitrösten. Dann Paprikapulver, Rosenpaprika (wenn verwendet), Kümmel, Majoran und das Lorbeerblatt dazugeben. Alles kurz umrühren, aber Achtung: Paprikapulver kann schnell bitter werden – nur ganz kurz anrösten. - Ablöschen:
Mit Rotwein ablöschen und einige Minuten einkochen lassen, damit der Alkohol verdampft. Wer keinen Wein verwendet, kann direkt mit Brühe weitermachen. - Fleisch und Flüssigkeit zugeben:
Das angebratene Fleisch zurück in den Topf geben. Mit der Brühe aufgießen, sodass das Fleisch gerade bedeckt ist. Mit Salz und Pfeffer würzen, aufkochen und dann auf kleiner Flamme mit Deckel 2–2,5 Stunden sanft schmoren lassen. - Optional: Gemüse hinzufügen:
Nach ca. 1 Stunde Paprika und Karotten in den Topf geben. Sie sollten noch etwas Biss behalten. - Abschmecken und andicken:
Nach dem Schmoren das Lorbeerblatt entfernen. Mit Zitronensaft (falls verwendet), Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Sauce zu dünn ist, 1–2 EL Speisestärke mit kaltem Wasser verrühren, in die heiße Sauce geben und einige Minuten leicht köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Tipps, Troubleshooting & Fehler vermeiden
- Zähes Fleisch? Dann war die Schmorzeit zu kurz oder die Hitze zu hoch. Länger sanft schmoren lassen hilft fast immer.
- Sauce zu dünn? Stärke oder Mehl mit kaltem Wasser anrühren und nach und nach zugeben, kurz aufkochen.
- Paprikapulver bitter? Wahrscheinlich zu lange geröstet. Beim nächsten Mal nur wenige Sekunden bei mittlerer Hitze mitrühren.
- Fleisch kocht statt brät? Topf nicht überfüllen. Immer in kleinen Portionen anbraten.
Beilagen und Variationen
Klassische Beilagen:
- Spätzle
- Semmelknödel
- Salzkartoffeln
- Bandnudeln
- Kartoffelpüree
- Rotkohl oder ein frischer Blattsalat als Kontrast
Variationen:
- Fleischtausch: Wildgulasch ist eine feierliche Alternative mit tieferem Aroma.
- Vegetarisch: Große Champignons oder Sojawürfel funktionieren gut als Fleischersatz.
- Würze: Für eine mediterrane Note: Thymian statt Majoran.
- Ohne Alkohol: Rotwein einfach durch zusätzliche Brühe ersetzen.
FAQs zum Rindergulasch
Kann ich Rindergulasch vorbereiten und später servieren?
Unbedingt – das ist sogar empfehlenswert. Das Gulasch schmeckt am nächsten Tag intensiver, weil die Aromen durchgezogen sind. Einfach im Kühlschrank lagern und vor dem Servieren langsam auf dem Herd erwärmen.
Wie friere ich klassisches Rindergulasch am besten ein?
Nach dem vollständigen Abkühlen in luftdichte, portionsweise Behälter füllen und einfrieren. Hält sich etwa 2–3 Monate. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen und langsam erhitzen.
Mein Rindergulasch ist zu flüssig – was tun?
Kein Problem. Stärke oder Mehl mit etwas kaltem Wasser glattrühren, unter ständigem Rühren ins Gulasch geben und ein paar Minuten köcheln lassen. Alternativ kannst du auch ein Stück rohe Kartoffel mitgaren und zerdrücken – das bindet natürlich.
Fazit
Ein gut gemachtes klassisches Rindergulasch überzeugt mit zartem Fleisch, kräftiger Sauce und genau der Art von Geschmack, die an gemütliche Winterabende erinnert. Wenn das Fleisch auf der Zunge zergeht und der Duft von Kümmel, Paprika und Lorbeer durch die Küche zieht, weißt du: Das war die Mühe wert. Rindergulasch ist ein Festessen, das Herz und Bauch gleichermaßen wärmt – perfekt für Weihnachten oder jeden kalten Sonntag. Lass es dir schmecken!
Weitere passende Rezepte
- Zart geschmorter Rinderbraten aus dem Ofen: Dieser Rinderbraten wird langsam im Ofen gegart und überzeugt durch seine wunderbar zarte Konsistenz und eine aromatische Sauce. Perfekt für Feiertage oder ein gemütliches Sonntagsessen, ähnlich wie beim klassischen Rindergulasch.
- Burgunderbraten: Ein kräftiges Schmorgericht mit Rotwein und Rindfleisch – dieser Burgunderbraten bringt ähnliche Aromen wie Rindergulasch auf den Tisch. Ideal, wenn du kräftige Saucen und feines Fleisch liebst.
- Rinderbraten mit Balsamico: Der süßlich-säuerliche Geschmack von Balsamico verleiht diesem Schmorgericht eine besondere Note. Wenn dir die Aromen von Rindergulasch gefallen, wirst du auch diese Variante mögen.
Klassisches Rindergulasch
Ein klassisches Rindergulasch mit zart geschmortem Rindfleisch, einer aromatischen Sauce aus Paprika, Zwiebeln, Rotwein und Brühe – perfekt für die kalte Jahreszeit. Dieses Gericht eignet sich ideal zum Vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 150 Minuten
- Total Time: 180 Minuten
- Yield: 6–8 Portionen
Ingredients
- 1.500 g Rindfleisch (Keule oder Wade), in 3–4 cm Würfel geschnitten
- 2–3 EL Pflanzenöl (ca. 30–45 ml)
- 4 große Zwiebeln (ca. 800 g), gewürfelt
- 2 EL Tomatenmark (ca. 30 g)
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 2 EL edelsüßes Paprikapulver (ca. 20 g)
- 1 EL Rosenpaprika (optional, ca. 10 g)
- 1 TL gemahlener Kümmel (ca. 2 g)
- ½ TL getrockneter Majoran (ca. 1 g)
- 1 Lorbeerblatt
- 500 ml Rinderbrühe
- 250 ml Rotwein (optional)
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 1–2 EL Speisestärke oder Mehl (ca. 15–30 g), zum Andicken (optional)
- 1 EL Zitronensaft (ca. 15 ml, optional)
- 2 rote Paprika, gewürfelt (optional)
- 2 Karotten, in Scheiben geschnitten (optional)
Instructions
- Rindfleisch in 3–4 cm große Würfel schneiden und mit Küchenpapier trocken tupfen.
- Öl in einem großen, schweren Topf erhitzen. Fleisch portionsweise scharf anbraten, herausnehmen und beiseitestellen.
- Zwiebeln im verbliebenen Fett bei mittlerer Hitze 10–15 Minuten goldbraun dünsten.
- Tomatenmark und Knoblauch zugeben und 1–2 Minuten mitrösten.
- Paprikapulver, Rosenpaprika (falls verwendet), Kümmel, Majoran und Lorbeerblatt kurz einrühren. Achtung: Paprikapulver kann schnell bitter werden – nur kurz rösten.
- Mit Rotwein (optional) ablöschen und einige Minuten einkochen lassen.
- Fleisch zurück in den Topf geben, mit Brühe auffüllen, bis das Fleisch knapp bedeckt ist. Mit Salz und Pfeffer würzen.
- Aufkochen lassen, dann bei kleiner Hitze mit Deckel 2–2,5 Stunden sanft schmoren lassen.
- Nach 1 Stunde Paprika und Karotten hinzufügen (optional).
- Am Ende das Lorbeerblatt entfernen, mit Zitronensaft (optional), Salz und Pfeffer abschmecken.
- Falls nötig, mit angerührter Speisestärke oder Mehl andicken und einige Minuten köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
- Heiß servieren.
Notes
- Das Gericht schmeckt am nächsten Tag noch intensiver – ideal zum Vorbereiten.
- Für eine vegetarische Variante kann das Rindfleisch durch Sojagulasch oder große Champignons ersetzt werden.
- Wenn du keinen Rotwein verwenden möchtest, einfach durch mehr Rinderbrühe ersetzen.
- Für natürliche Bindung kannst du auch ein Stück rohe Kartoffel mitkochen und zerdrücken.







