Letzte Woche stand ich wieder mal mit leichtem Schweiß auf der Stirn in meiner kleinen Küche – spontane Einladung, Freund:innen sind auf dem Weg, kaum Zeit. Und dann fiel mir dieses Rezept für veganes Tiramisu ein. Cremigkeit, ein Hauch Amaretto und der Duft von frischem Espresso – und das alles ohne langes Werkeln oder komplizierte Zutaten. Das Ergebnis? Begeisterung am Tisch und die Schüsseln waren blitzschnell leer.

Warum dieses vegane Tiramisu einfach immer geht
Stell dir vor, du stehst vor einer vollen Kaffeetafel – und ausnahmslos jede:r, ob Oma oder vegan-liebende Freund:innen, greift beim Dessert glücklich zu. Genau dafür liebe ich dieses vegane Tiramisu. Es steckt voller cremiger Schichten und feinem Kaffeeduft, ohne dabei schwer im Magen zu liegen. Die Zubereitung ist wunderbar unkompliziert, selbst wenn Gäste vor der Tür stehen oder du einfach Lust auf was richtig Gutes hast.
Dieses Rezept ist ideal, wenn du eine süße Verführung suchst, die klassisch schmeckt und alle abholt. Gerade weil es ohne Ei und klassische Milchprodukte auskommt, ist es auch für Allergiker, Vegetarier oder die laktosefreie Runde perfekt. Und mal ehrlich: Gibt es ein universelleres Dessert als ein Tiramisu, das im Kühlschrank auf seinen Auftritt wartet? Wohl kaum.
Was in dieses vegane Tiramisu reinkommt
Für das ultimative vegane Tiramisu brauchst du ein paar ausgewählte Zutaten, die gemeinsam für das volle italienische Aroma sorgen. Hier ein kleiner Überblick, was in die Schüssel wandert und warum:
- Biskuitboden – Der fluffige Boden nimmt das Kaffee-Aroma perfekt auf und sorgt für die typische Tiramisu-Schichtung. Du kannst einen selbstgemachten veganen Biskuit nehmen oder auf einen bewährten Fertigboden zurückgreifen.
- Mascarpone – Veganer Mascarpone (z.B. von Schlagfix) gibt dem Tiramisu seine cremige Seele. Notfalls geht auch veganer Frischkäse oder eine aufgeschlagene Kokoscreme.
- Puderzucker – Für die sanfte Süße und eine seidige Textur in der Creme.
- Vanillezucker – Das gewisse Extra: unterstreicht das Aroma und macht die Creme klassisch-rund.
- Vegane Schlagsahne – Macht alles noch luftiger und sorgt dafür, dass du am liebsten gleich aus der Schüssel löffeln würdest.
- Kaffee oder Espresso – Stark gebrüht bringt er Tiefgang und echten Tiramisu-Charakter. Koffeinfrei geht natürlich auch.
- Amaretto – Entweder klassisch mit Alkohol oder eine alkoholfreie Variante. Das Mandelaroma ist einfach herrlich.
- Zucker – Verleiht der Kaffee-Tränke die leichte Süße.
- Kakaopulver (Backkakao) – Für das Finish mit leicht herber Note obenauf. Im Sieb verteilt, wird daraus die berühmte Schokohaube.
See the recipe card below for the full list of ingredients and measurements.
So gelingt dir veganes Tiramisu Schritt für Schritt
Eigentlich ist veganes Tiramisu schnell gemacht – alles eine Frage der richtigen Reihenfolge und ein bisschen Geduld beim Durchziehen. Hier zeige ich dir, wie’s garantiert was wird:
- Starte mit dem Biskuit: Du brauchst einen fluffigen Biskuitboden, der schön saftig bleibt. Am besten backst du ihn schon am Vortag, dann lässt er sich besser schneiden und zieht optimal durch.
- Bereite deine Kaffee-Tränke vor: Koche kräftigen Kaffee oder Espresso, löse darin Zucker auf und lasse alles abkühlen. Anschließend mit Amaretto vermischen – das wird die Seele deiner Schichten.
- Lass den veganen Mascarpone kurz bei Zimmertemperatur etwas weicher werden. Damit lässt sich die Creme nachher ganz entspannt verarbeiten, ohne dass sie klumpt.
- Rühre deine Mascarpone-Creme an: Gib den pflanzlichen Mascarpone in eine Rührschüssel, mixe Puderzucker und Vanillezucker hinein und schlage alles cremig. Danach kommt die aufgeschlagene vegane Sahne dazu – vorsichtig unterheben, damit’s schön fluffig bleibt.
- Jetzt wird geschichtet! Schnapp dir deine Lieblingsform: Erst eine Schicht Biskuit, die ordentlich mit der Kaffee-Amaretto-Mischung getränkt wird. Darauf die Hälfte der Mascapone-Creme streichen.
- Folge mit einer zweiten Schicht Biskuit und tränke sie wieder gut. Dann den Rest der Creme darauf verteilen und die Oberfläche hübsch glattstreichen.
- Zum Schluss das Tiramisu dick mit Kakaopulver bestäuben. Ich siebe den Kakao immer direkt über die Form – da gibt’s keine Klümpchen und das Aroma bleibt frisch.
- Jetzt heißt es: kurz in Geduld üben! Lasse das vegane Tiramisu mehrere Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank ziehen. Den perfekten Crossover aus saftigem Biskuit und samtiger Creme schmeckst du erst nach dieser kleinen Warteschleife.
Geniale Tipps für dein perfektes veganes Tiramisu
Damit dein veganes Tiramisu nicht nur cremig, sondern auch richtig stimmig wird, kommen hier ein paar erprobte Kniffe aus meiner Küche:
Wenn du den Biskuit vorab zubereitest, lässt er sich viel leichter verarbeiten – und du sparst dir Hektik am Serviertag. Nimm dir beim Schichten Zeit und tränke den Boden nach Gefühl: Er sollte feucht, aber nicht durchweicht sein.
Für die Creme lohnt es sich, Mascarpone und Schlagsahne sorgfältig zu kombinieren. Schlage die Sahne separat richtig schön steif, bevor du sie unterhebst – sonst leidet die Luftigkeit. Falls du keinen veganen Mascarpone bekommst, klappt es auch mit veganem Frischkäse, etwas aufgelockerter durch ein bisschen pflanzlichen Joghurt.
Kommst du beim Ausstreichen über den Rand – macht nichts! Die rustikalen Kanten zeigen nur, dass hier echte Handarbeit im Spiel ist.
Und die wichtigste Regel: Das Durchziehen im Kühlschrank solltest du ernst nehmen. Ein paar Stunden machen den Unterschied, der Biskuit nimmt den Kaffee auf, die Creme wird fest und alle Aromen verbinden sich zu einem Geschmackserlebnis, das süchtig macht.
Reste halten sich gut abgedeckt ein paar Tage im Kühlschrank. Wenn überhaupt etwas übrig bleibt…
Leckere Varianten und Serviervorschläge
Du magst es klassisch, möchtest aber ein wenig Abwechslung ins Spiel bringen? Dieses vegane Tiramisu lässt sich wunderbar variieren.
Für die Familienrunde oder Kinderparty kann der Amaretto ganz einfach durch Mandelaroma oder einen Hauch Bittermandel-Extrakt ersetzt werden – alkoholfrei, aber trotzdem voller Geschmack.
Probier’s mal fruchtig: Lege in einer Schicht hauchdünn geschnittene Erdbeeren, Himbeeren oder Mango dazwischen. Das bringt Farbe und Frische in die Creme und sorgt für eine spannende Überraschung beim Löffeln.
Willst du das Tiramisu festlich servieren, richte es in kleinen Gläsern oder Cups an. Das sieht hübsch aus und jeder bekommt sein eigenes kleines Dessert-Trifle.
Als Begleitung passen ein starker Espresso oder ein kühles Glas Mandelmilch – so holst du das italienische Café-Feeling direkt an den heimischen Tisch. Auch nach einem deftigen italienischen Hauptgang, wie veganer Lasagne oder Risotto, ist dieses Dessert ein genussvoller Abschluss.
Für alle, die gern vorbereiten: Das Tiramisu ist ein Traum für Partyplaner. Bereite es am Vortag zu, dann ist es perfekt durchgezogen und stressfrei am Serviertag.
FAQs about Veganes Tiramisu
Wie lange hält sich veganes Tiramisu im Kühlschrank?
Gut abgedeckt hält das vegane Tiramisu im Kühlschrank locker zwei bis drei Tage frisch. Die Creme bleibt stabil, und der Geschmack wird sogar noch intensiver. Achte darauf, es nicht zu lange stehen zu lassen, damit der Biskuit nicht matschig wird.
Kann ich veganes Tiramisu einfrieren?
Das Einfrieren klappt prinzipiell, aber die Creme verliert beim Auftauen manchmal etwas an Konsistenz und wird flüssiger. Für den spontanen Vorrat ist es okay, frischer schmeckt’s aber immer besser. Wenn du einfrierst, einfach langsam im Kühlschrank auftauen lassen.
Was sind gute Alternativen, wenn ich keinen veganen Mascarpone bekomme?
Kein veganer Mascarpone zur Hand? Kein Problem! Du kannst auch veganen Frischkäse oder eine Mischung aus veganem Frischkäse und pflanzlichem Naturjoghurt verwenden. Wer es exotisch mag, nimmt aufgeschlagene Kokoscreme – passt besonders gut zu fruchtigen Variationen vom Tiramisu.
Welcher Kaffee eignet sich am besten für veganes Tiramisu?
Hier gilt: Je stärker und aromatischer, desto besser. Frisch gebrühter Espresso bringt eine tolle Tiefe ins Dessert. Du kannst aber auch sehr kräftigen Filterkaffee nehmen. Für empfindliche Gäste ist entkoffeinierter Kaffee bestens geeignet.
Ein kühles Stück veganes Tiramisu, das auf der Zunge zergeht, ist wie ein kleiner Italien-Urlaub aus dem Kühlschrank – egal ob zum Kaffeeklatsch, nach dem Abendessen oder einfach so am Sonntagnachmittag. Mit ein paar Handgriffen und ausgewählten Zutaten gelingt dir dieser cremige Dessert-Klassiker komplett vegan, ohne Kompromisse beim Geschmack. Also: Schüssel raus, ran an die Schichten und das Leben ein kleines bisschen süßer machen!
Noch mehr leckere Rezepte
- Schwedische Mandeltorte Vegan: Diese Torte ist eine großartige vegane Option, die ebenso cremig und süß ist wie das Tiramisu.
- Veganes Apfelkuchen Rezept: Ein weiterer leckerer veganer Nachtisch, der einfach zuzubereiten ist und süße Erinnerungen weckt.
- Erdbeerkuchen mit Mascarpone: Ein klassischer Kuchen, der auch vegane Alternativen nutzen kann und perfekt für sommerliche Feiern ist.

Veganes Tiramisu
Ingredients
Method
- Du brauchst 1 Mal den veganen Biskuit für Tiramisu. (Du kannst den Biskuit auch schon einen Tag vorher backen.)
- 1 Becher (250 g) veganen Mascarpone aus dem Kühlschrank nehmen.Bei Zimmertemperatur stehen lassen, damit der Mascarpone etwas weicher wird.
- 250 ml starken Kaffee oder Espresso kochen.(Mit der Maschine oder aus Instantpulver)
- In dem heißen Kaffee oder Espresso 2 EL Zucker (= 30 g) auflösen.
- Kaffee oder Espresso abkühlen lassen.
- Den abgekühlten Kaffee (oder Espresso) mit 125 g Amaretto mischen.(Es gibt veganen Amaretto mit oder ohne Alkohol.)
- 250 g veganen Mascarpone in eine Rührschüssel geben.Mit einem Pürierstab cremig rühren.
- Zu dem cremig gerührten Mascarpone zufügen:100 g Puderzucker1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
- Alles gut mixen.
- In einer zweiten Schüssel (oder einem Mixbecher) 200 ml vegane Schlagsahne aufschlagen.
- Die geschlagene Sahne zu der Mascarpone-Zucker-Creme zufügen.Gut unterrühren.
- (Hier findest Du Fotos, wie der Biskuit geschnitten und in die Form gelegt wird.)
- Unterste Schicht: Den Boden der Form mit Biskuit auslegen.Mit der Hälfte der Kaffee-Amaretto-Mischung beträufeln.
- Zweite Schicht: Die Hälfte der Mascarpone-Creme darauf verteilen.
- Dritte Schicht: BiskuitDen Biskuit mit der restlichen Kaffee-Amaretto-Mischung beträufeln.
- Vierte Schicht (oberste Schicht): Die restliche Mascarpone-Creme darauf verteilen.
- Das Tiramisu mit ca. 25 bis 30 g Kakaopulver bestreuen.(Backkakao in ein Sieb geben und über das Tiramisu sieben.)
- Das Tiramisu für mindestens 4 bis 6 Stunden in den Kühlschrank stellen.(Du kannst das Tiramisu auch einen Tag vorher machen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.)






