Wenn der Frühling kommt, beginnt die Bärlauch-Saison – und damit die perfekte Gelegenheit für frische, hausgemachte Bärlauch Gnocchi. Dieses Rezept bringt die feine Würze der grünen Blätter wunderbar zur Geltung. Kombiniert mit Butter, leicht süßlichen Rosinen und nussigen Kernen entsteht ein einfaches Gericht, das genauso gut als leichtes Mittagessen wie als besondere Vorspeise funktioniert.

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Warum du diese Bärlauch Gnocchi unbedingt probieren solltest
Bärlauch Gnocchi sind mehr als nur eine grüne Gnocchi-Variante. Durch den pürierten Bärlauch bekommt der Teig eine intensive Farbe und ein frisches, würziges Aroma – ganz ohne künstliche Zusätze. Der Teig ist unkompliziert, lässt sich gut verarbeiten und eignet sich perfekt zum Vorbereiten oder Einfrieren. Wenn du also nach einem saisonalen Rezept suchst, das nicht nur hübsch aussieht, sondern auch geschmacklich überzeugt, bist du hier genau richtig.
Diese Küchengeräte brauchst du
- Großer Topf zum Kartoffelkochen
- Kartoffelstampfer oder -presse
- Schneidebrett & Messer
- Küchenwaage
- Pürierstab oder Mixer
- Große Rührschüssel
- Pfanne zum Anbraten
- Schaumkelle
- Reibe für Parmesan
Zutaten
Für die Gnocchi:
- 500 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
- 40 g frischer Bärlauch
- 1 Ei
- 150 g Weizenmehl Type 405, plus etwas zum Formen
- 20 g Parmesan, fein gerieben
- Salz
- Muskatnuss (frisch gerieben)
Für die Sauce:
- 60 g Butter
- 4 EL Olivenöl
- 20 g Bärlauch, fein gehackt
- 2 EL Rosinen
- 2 EL Pinienkerne oder Zedernkerne
- Parmesan nach Belieben zum Servieren
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Kartoffeln vorbereiten
Wasche die Kartoffeln gründlich und koche sie mit Schale in einem großen Topf, bis sie weich sind. Lass sie leicht abkühlen, pell sie und zerdrücke sie anschließend fein – am besten noch lauwarm, so werden sie besonders locker.
2. Bärlauch-Ei-Mix pürieren
Püriere den frischen Bärlauch zusammen mit dem Ei und einer Prise Salz zu einer gleichmäßigen, leuchtend grünen Masse. Das sorgt später nicht nur für die Farbe, sondern verteilt das Aroma besonders gleichmäßig im Teig.
3. Gnocchiteig herstellen
Gib die zerdrückten Kartoffeln in eine große Schüssel. Füge Mehl, Parmesan, etwas Muskatnuss und den Bärlauch-Ei-Mix hinzu. Vermenge alles mit einem Löffel oder Knethaken zu einem glatten Teig. Sollte der Teig noch zu klebrig sein, gib etwas mehr Mehl dazu – aber nur so viel wie nötig.
4. Gnocchi formen
Bemehle deine Arbeitsfläche großzügig. Teile den Teig in vier Portionen und rolle jede zu einer ca. 1 cm dicken Schlange. Schneide jeweils 2 cm lange Stücke ab – das sind deine Gnocchi. Optional kannst du sie mit einer Gabel überrollen, um die typischen Rillen zu erzeugen.
5. Gnocchi kochen
Bringe einen großen Topf mit Salzwasser zum Sieden (nicht sprudelnd kochen). Gib die Gnocchi portionsweise ins Wasser. Sobald sie an die Oberfläche steigen, sind sie gar – heb sie mit einer Schaumkelle heraus und lasse sie kurz abtropfen.
6. Gnocchi anbraten und servieren
Erhitze Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze, gib das Olivenöl, die gehackten Bärlauchblätter, Rosinen und Kerne dazu. Füge die gekochten Gnocchi hinzu und brate alles etwa 10 Minuten, bis die Gnocchi goldbraune, knusprige Stellen bekommen. Serviere frisch mit geriebenem Parmesan.
Tipps, Troubleshooting und häufige Fehler
- Teig klebt stark? Etwas mehr Mehl hilft, aber vermeide es, zu viel einzuarbeiten – sonst werden die Gnocchi zäh.
- Gnocchi zerfallen beim Kochen? Achte darauf, dass das Wasser nicht sprudelnd kocht. Ein sanftes Sieden reicht.
- Gnocchi werden matschig? Verwende abgekühlte, gut abgedampfte Kartoffeln. Zu viel Restfeuchtigkeit macht den Teig weich und instabil.
- Zu starker Bärlauchgeschmack? Reduziere die Menge leicht oder kombiniere mit Spinat für eine mildere Variante.
Ideen zum Kombinieren & Variieren
- Sauce-Alternative: Wenn du es cremiger magst, passt auch eine leichte Sahnesauce mit Zitrone – achte aber darauf, dass der Bärlauchgeschmack nicht überdeckt wird.
- Käse: Statt Parmesan kannst du auch Pecorino verwenden – würziger und etwas salziger.
- Topping: Geröstete Walnüsse oder Semmelbrösel mit Butter geben einen schönen Crunch.
- Salat dazu: Ein frischer Blattsalat mit Senf-Dressing bringt Balance zur Butterpfanne.
- Vegan möglich: Ei durch Kartoffelstärke-Wasser-Mix ersetzen – jedoch nicht getestet, daher mit Vorsicht.
FAQs zu Bärlauch Gnocchi
Kann ich Bärlauch Gnocchi vorbereiten und einfrieren?
Ja, das funktioniert gut. Koche die Gnocchi vor, lasse sie auskühlen und friere sie in einer Dose nebeneinander ein. Beim Auftauen lassen sie sich gut voneinander lösen und schmecken nach dem Anbraten fast wie frisch.
Wie erkenne ich echten Bärlauch beim Sammeln?
Bärlauchblätter wachsen einzeln aus dem Boden und verströmen einen deutlichen Knoblauchduft. Im Gegensatz dazu sind Maiglöckchenblätter geruchslos und wachsen paarweise – Vorsicht, Verwechslung kann gefährlich sein.
Muss ich die Gnocchi sofort anbraten oder geht das später?
Du kannst die gekochten Gnocchi auch abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und später anbraten. Achte nur darauf, dass sie nicht zusammenkleben – etwas Öl oder Butter dazwischen hilft.
Fazit
Wenn beim Anbraten die Butter duftet, die Gnocchi goldbraun werden und die Rosinen leicht karamellisieren, weißt du: Das wird richtig gut. Die Bärlauch Gnocchi sind außen leicht knusprig, innen weich und voller Frühlingsaroma. Mit ihrer intensiven Farbe und dem würzigen Geschmack holen sie das Beste aus der kurzen Bärlauch-Saison heraus. Am besten schmecken sie direkt aus der Pfanne – mit frisch geriebenem Parmesan und vielleicht einem Glas Weißwein dazu.
Weitere passende Rezepte
- Gnocchi Grünkohl Pfanne: Diese herzhafte Pfanne kombiniert zarte Gnocchi mit würzigem Grünkohl und ist eine perfekte vegetarische Alternative für kalte Tage. Die Kombination erinnert in Textur und Zubereitung stark an Bärlauch Gnocchi – schnell gemacht und vollgepackt mit Geschmack.
- Kartoffel-Endivien-Salat: Ein frischer, leicht bitterer Salat mit gekochten Kartoffeln – ideal als Beilage zu Gnocchi oder als leichter Hauptgang. Besonders gut geeignet für Frühlingsgerichte, bei denen saisonale Zutaten im Mittelpunkt stehen.
- Knoblauch Parmesan Kartoffelspalten: Wenn du Kartoffeln und Parmesan liebst, wirst du diese würzigen, im Ofen gebackenen Spalten lieben. Sie passen hervorragend als Beilage zu Bärlauchgerichten oder als Snack mit Dipp.
Bärlauch Gnocchi einfach selber machen
Bärlauch Gnocchi sind ein saisonales Frühlingsgericht mit würzigem Bärlauch, zarten Kartoffeln und einer aromatischen Butterpfanne mit Pinienkernen und Rosinen. Sie sind außen leicht knusprig, innen weich und lassen sich gut vorbereiten oder einfrieren.
- Prep Time: 45 Minuten
- Cook Time: 5 Minuten
- Total Time: 50 Minuten
- Yield: 4 Portionen
Ingredients
- 500 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
- 40 g frischer Bärlauch
- 1 Ei
- 150 g Weizenmehl Type 405, plus etwas zum Formen
- 20 g Parmesan, fein gerieben
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Muskatnuss (frisch gerieben)
- 60 g Butter
- 4 EL Olivenöl
- 20 g Bärlauch, fein gehackt (für die Sauce)
- 2 EL Rosinen
- 2 EL Pinienkerne oder Zedernkerne
- Parmesan nach Belieben zum Servieren
Instructions
- Kartoffeln mit Schale weich kochen, abkühlen lassen, pellen und fein zerstampfen.
- Bärlauch mit Ei und einer Prise Salz pürieren, bis eine grüne Masse entsteht.
- Kartoffeln mit Mehl, Parmesan, Muskatnuss und dem Bärlauch-Ei-Mix vermengen und zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf etwas Mehl ergänzen.
- Arbeitsfläche bemehlen, den Teig vierteln und zu 1 cm dicken Rollen formen. In 2 cm lange Stücke schneiden. Optional mit einer Gabel Rillen formen.
- Gnocchi in siedendem Salzwasser kochen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausheben.
- Butter in einer Pfanne schmelzen, Olivenöl, gehackten Bärlauch, Rosinen und Pinienkerne zugeben. Gnocchi dazugeben und ca. 10 Minuten braten, bis sie goldbraun sind.
- Mit frisch geriebenem Parmesan servieren.
Notes
- Wenn der Teig zu klebrig ist, nach und nach etwas Mehl einarbeiten, aber nicht überdosieren.
- Gnocchi lassen sich gut einfrieren: nach dem Kochen abkühlen lassen, einzeln einfrieren und später portionsweise entnehmen.
- Statt Pinienkernen eignen sich auch günstigere Zedernkerne – geschmacklich sehr ähnlich.
- Dinkelmehl Type 630 kann alternativ zum Weizenmehl verwendet werden.







